Im Reich des Geisterbären

Im Reich des Geisterbären
Great Bear Rainforest - das bedrohte Paradies und seine geheimnisumwobenen Einwohner

Von Karin Ochenbauer

Spirit Bear, Geisterbär - dieser geheimnisvolle Bär ist DER Grund, an dieser Reise teilzunehmen! Jeder, der eine Reise in den Great Bear Rainforest unternimmt hat ein Ziel vor Augen: einmal im Leben dieses seltene Tier zu erblicken, diesen Schwarzbären, der weiß ist, aber kein Albino, und schon gar kein Eisbär. Beheimatet in diesem zerklüfteten und unwegsamen Gebiet der rauen Inselwelt von British Columbia. Und zwar nur hier, weltweit einzigartig.

Zum ersten Mal hatte ich 1997 von diesem mystischen Lebewesen gehört. Wir waren auf unserer ersten gemeinsamen Reise von Anchorage nach Vancouver mit einem Motorhome unterwegs, auf der Inside Passage zwischen Prince Rupert und Port Hardy erzählte mir mein Mann von diesem Bären, der nach Francis Kermode  benannt ist, von den Indianern aber Moksgm´ol genannt wird, Spirit Bear - wie vielversprechend allein schon der Name klingt!

Selbstverständlich hatten wir damals keinen Geisterbären so ganz zufällig entlang der Küste dieses dichten Regenwaldes erblickt, aber da wusste ich ja auch noch nicht, wie ausgesprochen selten es ist, einen Spirit Bear überhaupt zu sehen. Doch dieser Bär weckte meine Sehnsucht, wie das letzte Einhorn Kinderherzen schneller schlagen lässt. In den folgenden Jahren dachte ich nicht mehr an den Geisterbären, erst das Buch von Ian McAllister „Kanadas vergessene Küste - im Regenwald des Großen Bären“, das ich 2008 erstand, rief die alte Sehnsucht wieder wach. Im Juni dieses Jahres unternahm ich mit Bluewater Adventures auf der „Island Odyssey“ eine Reise in das Schutzgebiet der Grizzlys von Khutzeymateen und war so begeistert, dass der Entschluss rasch feststand: wir reisen in den Great Bear Rainforest, in der großen Hoffnung, einen Spirit Bear zu sehen!

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Die Schätze von Northern British Columbia

Die Schätze von Northern British Columbia

Von Karin Ochenbauer
 
Milchig-grün & Vergissmeinnicht-blau

„Die haben dort ein Museum um 6 Millionen Dollar hin gebaut und keiner weiß, dass es überhaupt existiert“. Die Worte einer Reiseteilnehmerin bei meiner letzten Tour in das Grizzly-Schutzgebiet von Khutzeymateen im Juni hatte ich amüsiert aufgenommen, aber da wusste ich auch noch nicht, dass ich kaum drei Monate später wieder „in der Gegend“ sein würde: Northern BC heißt diese Region im Norden von British Columbia, und wir wählen sie als Vorprogramm unser Tour zu den Geisterbären im Great Bear Rainforest. Also kontaktierte ich Liz, die das Museum erwähnt hatte, denn auch als geübter Googler war es mir zunächst nicht gelungen, dieses First Nations Museum auszuforschen – es handelt sich um das Nisga´a Museum in Greenville, 150 km nordwestlich von Terrace gelegen.

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Abenteuer Dempster Highway

Abenteuer Dempster Highway

Von Horst O. Wurm

Der Dempster Highway, auch Yukon Highway 5 und Northwest Territories 8, ist ein 755 km langer Highway im kanadischen Yukon und den Northwest Territories, von Dawson City bis Inuvik. Im Winter wird er auf der 195 km langen Eisstraße bis nach Tuktoyaktuk verlängert. Baubeginn war 1958, Fertigstellung 1979, der Straßenbelag ist durchgehend Schotter mit Kiesunterlage zur besseren Bindung an den Permafrost. Namensgeber war William Dempster der Royal Canadian Mounted Police, es ist die erste Straße in Kanada, die den Polarkreis überquert.

Seit 1967 habe ich das Vergnügen, Kanada zu bereisen, nach 300 Reisen habe ich einfach aufgehört zu zählen, und doch – es fehlt da und dort noch ein erstrebenswertes Ziel: der Dempster Highway!

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Blues, Country und Rock´n Roll!

Blues, Country und Rock´n Roll!

Eine Reise durch die Musikwelt der USA beginnt beim Jazz in New Orleans, führt über den Blues des Mississippi-Deltas und den Rock´n´Roll in Memphis bis hin zum Countrysound in Nashville - und endet mit einem großen Bedürfnis nach mehr!

Von Karin Ochenbauer

Der „Deep South“ der USA mit seinen Staaten Louisiana, Alabama, Georgia, Mississippi und Tennessee war für mich immer sehr stark von Bildern aus Film und Literatur geprägt: von Tom Sawyer und Huckleberry Finn, von „Wer die Nachtigall stört“ oder von den Werken William Faulkners, Toni Morrisons und Maya Angelous, deren Schilderungen der Welt der Schwarzen ein Gefühl von Schmerz und Einsamkeit bei mir hinterließen. Erst auf dieser Reise von New Orleans über Memphis nach Nashville tat sich mir ein neuer Reichtum der Süstaaten auf: nämlich die Musik!

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